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DAS DORF – TRAILER

Am 25. und 26.8. startet ein THEATER-BUS-SHUTTLE vom Flensburger ZOB (Wasser-Rad), jeweils um 19.30 Uhr,  zu einer Fahrt in DAS DORF. Check in ab 19.15 Uhr. (Nissen Bus)

Die Vorstellungen beginnen jeweils um 20.00 Uhr auf dem Kirchplatz Groß Quern 31, zwischen Kirche und Gemeindehaus. Der THEATER-BUS wird ca. 23.15 Uhr zurück in Flensburg sein.

Es gibt Speisen und Getränke in der Pause. Tickets können vor Ort (Abendkasse) für 13 Euro, ermässigt 8 Euro, erworben oder per mail unter tv2@gmx.de vorbestellt werden.

 

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DAS DORF

Open Air Theater in Quern – 25./26./27. August 2017 jeweils 20.00Uhr

Die von Quern 31 aus organisierte Künstlergruppe „Institut für theatrale Angelegenheiten“ und das junge Nachwuchsensemble „theatervision2.0“, das bereits im letzten Jahr in Quern auf dem Hof der Familie Hoeck an drei Abenden ein begeistert aufgenommenes Stück über das Leben des Dichters Hans Fallada zum Besten gab, wird in diesem Jahr gemeinsam an einer Inszenierung arbeiten, die sich mit den Umbrüchen, der Geschichte, der Gegenwart und der Zukunft der Dörfer befassen wird.

Geleitet von der Frage: „Wovon träumt das Dorf ?“, entstehen Szenen die sich fliessend, wie in einem Traum vom Realem ins Imaginäre und Phantastische, vom Absurden und Rätselhaften zu dramatischen Handlungen und Ereignissen wandeln.

Grundlage des Stückes ist der rasante gesellschaftliche Wandel, der auch die Dörfer erfasst hat. Tatsache ist, dass in manchen Dörfern keine Kinder mehr auf den Straßen zu sehen sind, dass manche Dörfer zersiedelt werden und sich in Metropolregionen zwischen Gewerbeparks und Autobahnen auflösen. Andernorts werden ganze Regionen verlassen und dort, wo Dörfer in ihrem Erscheinungsbild noch Dörfer sind, strömen wie zum Beispiel im Berliner Umland von steigenden Mietpreisen genervte junge Familien aus der Stadt hinaus aufs Land und stellen mit ihren Ideen und Vorstellungen das Dorfleben, teils in Einklang mit den „Altbewohner*Innen“, teils über deren Köpfe hinweg, in Frage. 

Ackerflächen sind ein inzwischen begehrtes Investitionsobjekt internationaler Investmentfonds, die das Land mit riesigen und in Zukunft automatisierten Maschinenparks bewirtschaften. Der Umgang mit Boden, Tier-, und Pflanzenwelt steht zum Diskurs.

Vom 25.- 27.8. jeweils um 20.00 Uhr erwartet das Publikum eine theatrale Führung durch die Dorfmitte von Quern zu bekannten und versteckten Orten, an der Musiker, Schauspieler, Musicaldarsteller, bildende Künstler und junge Nachwuchsdarsteller mitwirken werden.

Kunstinstallationen, Klangkunst und Schauspiel verbinden sich zu einem einzigartigen Open-Air-Theater auf einer Bühne, die das Dorf selbst ist.

Ein Theaterabend unter der Leitung des Regisseurs Folke Witten-Nierade aus Kalleby unter Mitwirkung von Künstler*Innen aus Kopenhagen, Hamburg, Berlin und aus der dt.-dän. Grenzregion. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 20.00 Uhr auf dem Kirchplatz- Groß Quern 31, zwischen Kirche und Gemeindehaus. In der Pause ist für Snacks vom Grill und Getränke gesorgt. Tickets vor Ort (Karten an der Abendkasse) gibt es für 13 Euro, ermässigt 8 Euro, oder können per mail unter tv2@gmx.de vorbestellt werden.

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Dokumentation FALLADA oder die Kunst, ein un-perfektes Leben zu führen 2015/2016

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Fallada oder die Kunst, eine un-perfektes Leben zu führen.

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Mit seinem neuesten Projekt unternimmt das junge Ensemble Theatervision
2.0 eine dramatische und rauschhafte Expedition in das Leben und Werk
des Schriftstellers Hans Fallada. Dabei gelingt es der Theatergruppe,
Falladas bewegtes Leben mitreißend und einfühlsam in Kontrast zu seinem
literarischen Schaffen zu setzen, indem auch die schillernden Charaktere
und Szenen aus seinen Romanen und Geschichten in die Handlung eingewoben
werden. Der Schwerpunkt der szenischen Arbeit liegt dabei zunächst auf
der Beschreibung der Todessehnsucht Falladas, seinen Exzessen, seinem
Drogenmissbrauch und seiner ausschweifenden Lebensführung. Immer wieder
wird Falladas Leben durchkreuzt von Aufenthalten in Psychiatrien und
Haftanstalten, er begegnet Verlegern, Dealern, Psychiatern,
Prostituierten, Bauern, Erpressern, Polizisten, Kriegsflüchtlingen und
Adeligen, allesamt Repräsentanten einer Gesellschaft im Taumel.
So hautnah und mitfühlend Fallada uns in seinen Werken gegenüber tritt,
näherte sich das junge Ensemble in einer kollektiven Forschungsarbeit
dessen Leben und Schaffen und entwickelte einen spannenden Theaterabend,
der neben Aufführungen in der Heimat des Ensembles (Schleswig-Holstein)
mit den drei Carwitzer Aufführungen an einen der Handlungsorte zurückkehrt.

Spieltermine

29.07.2016, auf dem Hof der Familie Hoeck in Quern (Schleswig-Holstein)
30.07.2016, auf dem Hof der Familie Hoeck in Quern (Schleswig-Holstein)
31.07.2016, auf dem Hof der Familie Hoeck in Quern (Schleswig-Holstein)

05.08.2016, Garten des Hans Fallada Museum in Carwitz (Mecklenburg-Vorpommern)
06.08.2016, Garten des Hans Fallada Museum in Carwitz (Mecklenburg-Vorpommern)
07.08.2016, Garten des Hans Fallada Museum in Carwitz (Mecklenburg-Vorpommern)

Vorstellungsbeginn: 20 Uhr
Preis: 12€/8€ ermäßigt
Vorverkauf: Email an tv2.0@gmx.de erhältlich

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Ein kleiner Einblick aus unserer Produktionschronik – Sommer 2015:

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Fünf Falladas, bebrillt, mit weißen Hemden, Anzughosen und Hosenträgern sind in einem Bett zusammengepfercht. Sie rauchen Zigaretten, ziehen Grimassen. Aneinander gelehnte, ineinander verschränkte Facetten einer Persönlichkeit.

Sie erzählen, wie sie ihren Freund Hanns Dietrich von Necker töteten, davon, wie sie versuchten, sich selbst das Leben zu nehmen und doch gerettet wurden. Gegen ihren Willen. Immer wieder aufs Neue.

In dem ersten Teil des auf mindestens ein Jahr angelegten Theaterprojekts „Fallada oder die Kunst ein un-perfektes Leben zu führen“ näherten wir uns dem Autoren Rudolf Ditzen alias Hans Fallada an.

Vorbereitend zu den Aufführungen und der Probenphase haben wir uns intensiv mit dem Schaffen Falladas beschäftigt. Dabei wurden Romane wie „Kleiner Mann was nun?“, „Bauern, Bonzen und Bomben“, „Jeder stirbt für sich allein“, „Wolf unter Wölfen“, „Der Trinker“, „Die Kunst ein Morphinist zu sein“, „Gefängnistagebuch“ aber auch „Geschichten aus der Murkelei“, Briefwechsel mit Anna Ditzen oder Tagebucheinträge von einem oder mehreren Teilnehmer_innen gelesen, sodass beinahe sein ganzes literarisches Schaffen abgedeckt worden ist. Wissen, Eindrücke und Leseerfahrungen wurden in der Gruppe gesammelt, reflektiert und in Bezug zu den damaligen historischen Vorgängen gesetzt. Diese und die Auseinandersetzung mit vier verschiedenen Biografien des Schriftstellers bildeten die Grundlage für den Proben- und Arbeitsprozess. Darüber hinaus nutzten wir die Zeit vom 20. Juli bis 5. August 2015, um die Orte zu besuchen, an denen Fallada in seinem letzten Lebensjahrzehnt überwiegend gewohnt hat.

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Unser Ensemble bestehend aus Darsteller_innen im Alter zwischen 17 und 30 Jahren erarbeitete dann unter Anleitung des Regisseurs Folke Witten-Nierade Szenen aus Falladas Leben und Werk. Durch die Verquickung von Motiven aus seiner Biographie und seinen Romanen entwarfen wir eine Szenencollage, in welcher die Person Rudolf Ditzens mit den Figuren Hans Falladas verschwimmt.

Der Schwerpunkt der szenischen Arbeit ruht dabei zunächst auf der Beschreibung der Todessehnsucht Falladas, seinen Exzessen, seinem Drogenmissbrauch und der ausschweifenden Lebensführung in Berlin. Immer wieder wird Falladas Leben durchkreuzt von Aufenthalten in Psychiatrien und Haftanstalten. An Bahnhöfen, Berliner Casinos oder auf Sylt begegnet er Verlegern, Dealern, Psychiatern, Prostituierten, Bauern, Erpressern, Polizisten, Kriegsflüchtlingen und Adeligen, allesamt Repräsentanten einer Gesellschaft im Taumel zwischen wilhelminischer Restriktion, zweier Weltkriege und dem rauschhaften Exzess der 1920er Jahre.

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In der ersten Probenwoche wurden Szenen assoziativ zu einzelnen Themenkomplexen aus Falladas Leben erarbeitet, wobei chronologisch Aspekte aus seiner Biographie behandelt wurden. Die Ergebnisse wurden in der zweiten Probenwoche zu einem dramaturgischen Bogen zusammengefügt, der Falladas Leben zwischen Rausch und Schriftstellertum, Heil- und Haftanstalten, Kartoffelacker und Großstadt beleuchtete.

Probenort war das Planwagencamp Grünow bei Neustrelitz, knapp 16 km entfernt von Carwitz, dem Ort, an welchem Fallada von 1933 bis 1944 lebte. Dort spielten wir auch am 1. August unter freiem Himmel die Premiere vor dem Panorama des Müritzer Nationalparks. Auf die Premiere folgte der Umzug ins Kunsthaus Neustrelitz, in dessen Hinterhof das Stück zwei weitere Male zur Aufführung kam.

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Das besondere an der Arbeitsweise von TheaterVision2.0 ist, dass der Arbeitsfokus auf den verschiedenen Lebenskontexten der Teilnehmer_Innen liegt, die Falladas Leben und Werk aus unterschiedlichen Perspektiven betrachteten. Studierende der Fachrichtungen Soziale Arbeit, Soziologie oder Lehramt treffen auf angehende Dramaturg_Innen, Musicaldarsteller_Innen, Kulturwissenschaftler_Innen und Theaterpädagog_Innen, dabei können die Teilnehmenden aus ursprünglichen Wissensfeldern heraustreten, um Neigungen und Talente zu entfalten: als Schauspieler_In aber auch als Autor_In, Bühnen- und Maskenbildner_In, Sänger_In oder Tänzer_In.

So ist es für uns Teilnehmende möglich im Austausch mit dem Rest der Gruppe über uns hinauszuwachsen, dabei zugleich neue Seiten an uns selbst zu entdecken und neue Formen von Theatralität zu erproben. So erstreckte sich die Bandbreite der künstlerischen Umsetzung von fertiggeschriebenen Szenen über abstrakte Bildformen, Sprechchöre, Improvisationen und Choreographien bis hin zu Soundcollagen und Installationen.
Der Freiraum, den die Arbeit als Theaterkollektiv uns Teilnehmenden dabei bietet, löst uns los von den Verpflichtungen, denen wir in unserem Alltag nachkommen müssen und gibt uns die Möglichkeit, uns selbst, unsere Anliegen als Künstler_In und Menschen zu verwirklichen. Der momentane Gegenstand des Projekts unterstützt diese Wahrnehmung zudem, da die vielfältigen Erfahrungen, die Rudolf Ditzen in seinem Leben gemacht hat, als Projektions- und Identifikationsfläche der Wünsche, Ängste, Sehnsüchte und Ambitionen jedes Einzelnen dienen können.

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Da Rudolf Ditzen in einem Zeitraum massiver gesellschaftlicher und sozialer Umbrüche und Einschnitte gelebt hat, besitzt der Gegenstand unserer Arbeit für uns besondere Aktualität.

TheaterVision2.0 betrachtet die Aufführungen als eine Werkschau des bislang Erarbeiteten. Wir werden das gewonnene Material in den kommenden Monaten weiterentwickeln, daran probieren und arbeiten, um im Sommer 2016 weitere Aufführungen zu spielen. Dabei sollen unsere Bemühungen dem Versuch gelten, eine Rückbindung an das Lebensumfeld Falladas zu vertiefen, wofür bereits Verhandlungen mit dem Hans-Fallada-Haus in Carwitz als weiterer Spielort aufgenommen worden sind. Es sollen aber auch andere Facetten Falladas mehr Beachtung finden, wie z.B. seine Rolle als Ehemann und Vater.

Proben- und Aufführungszeitraum wird Juli und August 2016 sein.
Weitere Aufführungen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sind in Planung.

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Regie: Folke Witten-Nierade
Dramaturgie: Svenja Käshammer
Bühnenbild: Charlotta Hench
Maske und Kostüm: Julia Nierade
Text: Sebastian Klauke
Fotos: Christian Limber

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Sommerprojekt 2015: Fallada oder die Kunst, ein Un-Perfektes Leben zu führen!

Nach zwei intensiven Proben- und Recherchewochen in der Nähe von Falladas letzten Lebensorten Carwitz  und Feldberg, spielten wir am 01.August eine erfolgreiche Premiere im Planwagencamp Grünow. Weitere Vorstellungen folgten am 03. und 04. August im Kunsthaus Neustrelitz. Das Kapitel Fallada ist für TheaterVision2.0 längst nicht abgeschlossen. Wir planen fest, im Sommer 2016 in die Feldberger Seenlandschaft zurückzukehren und die Produktion “Fallada oder die Kunst, ein Un-Perfektes Leben zu führen” zu zeigen. Zudem folgen Auftritte an unseren langjährigen Spielorten im Norden Schleswig-Holsteins.

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